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Heimatortsgemeinschaft (HOG)

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Berichte

vom

15. Heimattreffen in Neußäs, am 10. Oktober 2009

 

Das 15. Heimattreffen der HOG Giseladorf/Panjowa e. V. am 10. Oktober 2009 in Neusäß

Am 10. Oktober 2009 fand unser 15. Heimattreffen, wie immer, in Neusäß bei Augsburg statt.

Nach dem 14. Heimattreffen (vom 6. Oktober 2007), bei dem wir 125 Jahre seit der Gründung und Besiedlung des Ortes Giseladorf, 25 Jahre seit der Gründung der HOG Giseladorf/Panjowa und 100 Jahre seit der Grundsteinlegung  des Baus der Kirche in Giseladorfs, gefeiert haben, sollte es diesmal absichtlich ein kleineres ruhigeres Treffen werden.

 Wir wollten den Leuten, die sich hier alle 2 Jahre treffen, viel Zeit zum Erzählen und zum Meinungsaustausch lassen.

Ein jeder sollte Zeit haben, um zu berichten "wie es ihm geht und wie er sich so steht".

Üblicherweiße kommen, nach einem so großen Heimattreffen wie das 14. (es waren über 240 Gäste gekommen), wesentlich weniger Landsleute. Es folgt meist ein kleineres und bescheideneres Fest.

Dazu kam aber noch etwas Neues hinzu. Wie in der Presse dargestellt, und wie von vielen anderen HOG berichtet, fand diesmal bei ähnlichen HOG Festen ein sehr starker Einbruch der Teilnehmeranzahl statt.

Bei HOG großer Banater Ortschaften Banats (mit ehemals einigen Tausenden Einwohnern) wo sonst zum Treffen immer 800 – 1.200 Leute kamen, waren auf einmal nur 200 - 400 Personen da. Bei kleineren HOG waren meist nicht einmal die Hälfte der Teilnehmer der letzten Veranstaltung anwesend.

Aus diesen Gründen erwarteten wir auch eine kleinere Anzahl von Landsleuten bei unserem Fest.

Was aber geschehen war, entsprach, im negativen Sinne, bei Weitem nicht unseren Vorstellungen.

Beim schönen Gottesdienst zelebriert, wie immer, von Pfarrer Kollar und begleitet vom Augsburger Banater Seniorenchor unter der Leitung von Werner Zippel, waren ja noch ca. 70 - 80 Landsleute anwesend.

Viele Augsburger sind danach nach Hause essen gegangen. Mit ihnen sind viele von Fern her gekommen Landsleute zu ihnen auf Besuch mitgegangen.

Im Saal, in dem wir wie immer 4 Reihen Tische für ca. 170 -210 Plätze vorbereite hatten, befanden sich, auf einmal nur 50 bis 60 Personen.

Das sah enttäuschend und deprimierend aus.

Bei den schönen Video-Vorträge von Josef Michels und Anton Amschlinger am Nachmittag waren kaum noch Leute da.

Gegen Abend sind dann wieder die, die ihre Verwandten und Bekannte besucht habe und einige andere Landsleute gekommen. Sicher fragen sich viele Leute ob die alle nicht bei unserem Treffen zusammenkommen hätten können.

Es waren dann (mit den Kindern und älteren Leuten) insgesamt 101 Personen anwesend. Davon 81 Beitragsleistende.

Das Schönste an dem Treffen (nach der heiligen Messe) war die Musik von Heinrich Deschu, die trotz des halb leeren Saals sich Mühe gab das Beste daraus zu machen.

Josef Michels und Anton Amschinger haben nochmals ihr Vorführungen gezeigt.

Aus einer Analyse geht hervor, dass im Vergleich zu den "einfachen Treffen“ die Zahl der Teilnehmer um ca 32% zurückgegangen ist. Im Vergleich zum letzten großen Treffen waren ca. 62% weniger da.

Natürlich machen wir uns Gedanken darüber, wie so etwas möglich ist und ob es noch einen Sinn macht solche Treffen (die für die Vorbereitung einen sehr großen Aufwand an Arbeit verlangen) zu organisieren.

In Augsburg und Umgebung wohnen über 200 unserer Landleuten. Wenn die alle kommen würden, wäre ein schönes Fest gesichert.

Obwohl es seit über 10 Jahren bekannt ist, wann unser Fest stattfindet und das genaue Datum über die Zeitung schon im Frühjahr mitgeteilt wird, organisieren und führen viele von uns genau zu dieser Zeit, eine Kur, eine längere Reise, einen Urlaub oder gar andere persönlich Feste durch. Dies wird dann als Grund der Nichtbeteiligung angegeben. Es gab zu diesem Treffen viele „Stammgäste“, die jedes Mal da waren, die diesmal solchen Gründe angaben.

Man sollte auch berücksichtigen, dass die, die noch in Giseladorf/Panjowa gelebt und von dort eine gute Erinnerung haben, immer weniger werden. Viele von ihnen sind schon in den älteren Jahren und nicht verschont von dem einem oder anderen Leid.

In den Anfangsjahren, nach der Gründung unsrer HOG, hatten wir etwas mehr als 1.400 Landsleute in unserer Evidenz. Heute sind es noch ca. 870 und es werden immer weniger. Das sind 530 also ca. 38% weniger. Die Altersstruktur der Mitglieder unserer HOG  etwa der, der Landsmannschaft. In der unten befindlichen Strukturanalyse kann man die Aufteilung nach Alter sehen.

Es ist auch so, dass kein Mensch verpflichtet, ist zu einem Treffen zu kommen.

Viele behaupten, wenn wir „etwas bieten“ und die Treffen vielfältiger gestaltet würden, kommen die Leute auch. Wer soll „etwas bieten“ oder gestalten. Unser Kulturverantwortliche des Vertreterkomitees hat auch nicht die Möglichkeit, jüngere Leute, die im ganzen Bundesgebiet verstreut sind, für eine kulturelle Darbietung (Chor, Volkstänze, Theaterstücke u. a.) vorzubereiten und zu organisieren. Darbietungen und Darstellungen mit Volksliedern und Volkstänzen müssen einstudiert und geübt werden. Das können nur HOG die an einem Ort vielen Landsleute habe oder die in Großstädten wo meist Chören und Tanzformationen aus Tanzschulen herangezogen werden die Mitglieder aus mehreren Banater Orte haben.

Bei Kirchweih-Trachtenaufzügen und Volkstänze sollte meist jugendliche dabei sein.

Wenn man so etwas fordert, soll man immer zu erst die Frage stellen ob seine eigene Kinder, oder Enkelkinder mitmachen würden.

Jeder der glaubt, dass er solchen Treffen besser und schöner machen kann, steht es frei dies zu tun. Er ist herzlich dazu eingeladen und willkommen.

Wir versuchen schon seit über 8 Jahren erfolglos die Leitung der HOG in die Händen von jüngeren Leuten zu legen, die dann andere Vorstellungen von einem Treffen haben.

Aus alle den Tatsachen und Überlegungen geht doch hervor, dass ein solches Treffen nicht oder nicht jedes 2. Jahr erwünscht wird. Es besteht scheinbar, bei den meisten wenig Interesse zu einem solchen Treffen zu kommen.

Bei jährlichen Besprechungen der HOG und Kreisvorsitzenden am 13. - 14. März 2010 in Ulm (Bischof Msgr. Roos war auch dabei) wurde festgestellt, dass es diesen genannten Zustand bei allen HOG gibt. Das schwerste Los haben jedoch die HOG der kleineren Ortschaften.

Nach vielen Diskussionen wurde die Devise ausgegeben "gezielter Abbau zur Beendigung der Tätigkeit".

Dies ist auch für die Landsmannschaft so.

Jeder kann, sich selber überlegen, was das heißen soll.

Noch ein Beispiel letzterer Zeit: Treffen von diesem Jahr. Beim Heimattreffen von Warjasch (ca. 2.600 Einwohner im Banat) und beim Heimattreffen der Stadt Temeswar und Fratelia (gemeinsames Heimattreffen von 2 HOG), waren jeweils knappe 150 Leute gekommen.

Wenn bei uns, der eingeschlagene Rückgang sich fortsetzt und das nächste Mal wieder 30% weniger kommen, dann haben wir scheinbar 50 - 60 Teilnehmer und ca. 30 - 40 Beitragsleistende (zahlende Teilnehmer).

Bei dieser Größe kann man kein Treffen mehr organisieren.

Wie man aus einer solchen präkeren Lage herauskommen kann, wurde mit vielen Landsleuten unserer HOG und bei verschiedenen Begegnungen mit Vertreter anderer  HOG diskutiert.

Es gibt viele Vorschläge, was man machen könnte. Viele davon sind utopische und nicht realisierbar.

Nur einige Beispiele dazu:

 

 

- Es soll wieder ein Treffen organisiert werden wenn die „jungen Leute“ etwas Kulturelles oder

  Geschichtliches uns bieten können.

  Unser Kommentar dazu: Welche „junge Leute“. Was versteht man unter "junge Leute". Solche,

  die bis  20 Jahre alt sind, oder solche, die bis 35, oder bis 54 Jahre alt sind.

- Es soll wieder ein Treffen organisiert werden, wenn die Mehrheit das wünscht und die auch

  kommen.

  Unser Kommentar: Wie sollen wir wissen, wie viele Leute kommen würden? Eine Umfrage dazu

  bringt ein Resultat,  das nicht verbindlich ist und noch viel kostet.

- Man soll den Rhythmus der Treffen nicht 2, sondern oder auf 4 Jahre festlegen.

- Man soll endlich mal die Leitung des Vereins in die Händen junger Leute lege, die wissen dann

  schon  was sie tun sollen.

  Das versuchen wir schon seit mehr als 8 Jahren. Ohne Erfolg. Wenn es „junge Leute“ gibt die

  dazu bereit  wären, würden wir uns sehr freuen.

 

Es gibt noch mehrere solcher Vorschläge.

Haben auch Sie einen Vorschlag, dann teilen Sie uns ihn über unser Gästebuch mit. Wir sind Ihnen dankbar.

Die erste Maßnahme, zu der wir gezwungen sind, wird scheinbar die sein, dass es 2011 kein Heimattreffen gibt.

 
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Statistik der Mitglieder unseres Vereins, erstellt auf dem Stand der Evidenz von November 2009.

Es gab damals 878 Mitglieder in unsrer Evidenz. Davon waren bei 40 Mitgliedern das Geburtsdatum nicht bekannt.

 
 
   
   
 
   
 
   
 
   

 
 
 
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